Alexandre Calame

Alexandre Calame
(Vevey, Schweiz 1810 - 1864 Menton)

Das Lauterbrunnental, Schweiz, 1836

Öl auf Papier auf Leinwand, 45,5 x 55 cm
Bezeichnet und datiert unten links Vallée de Lauterbrunnen Aout / 1836

Provenienz:
Nachlass des Malers (rückseitiges Siegel);
Paris, Hôtel Drouot, Catalogue de la vente qui aura lieu, par suites de Decès de Calame, 17.03.1865, Lot 396 (Vallée de Lauterbrunnen), verkauft für 900 Francs
an A.;
Sammlung Asbjørn Lunde (1927-2017), New York seit 2003, Inv. Nr. 206.

Ausstellung:
Alpine Views. Alexandre Calame and the Swiss Landscape, Williamstown, Sterling and Francine Clark Art Institute, 2006, Kat. Nr. 18;
Alpine Views. Alexandre Calame and the Swiss Landscape, Storrs, The William Benton Museum of Art, University of Connecticut, 2007;
Den ville natur. Sveitisk og norsk romantikk. Malerier fra Asbjorn Lundes samling, New York, Tromsø, Nordnorsk Kunstmuseum, Bergen Kunstmuseum, 2007, S. 83, Kat. Nr. 13;
Forests, Rocks, Torrents: Norwegian and Swiss Landscapes from the Lunde Collection, London, National Gallery, 2011, Kat. Nr. 36.

 

Die großformatige, detaillierte Ölskizze auf Papier datiert in das Frühwerk Calames. Der Künstler besuchte das Berner Oberland erstmals 1835. In der Folge verbrachte er nahezu jeden Sommer in den Alpen und kehrte dabei wiederholt an die gleichen Orte zurück. Im August 1836 war Calame in Lauterbrunnen, wo sowohl unsere Skizze als auch eine ganze Reihe weiterer Studien und Zeichnungen entstanden. Unsere Studie, auf Papier gemalt, ist en plein-air konzipiert. Sie überzeugt durch ihre atmosphärische, dennoch detaillierte Wiedergabe von Vegetation und Gesteinsformation der Gebirgslandschaft.

Erst 1829 begann Calame seine künstlerische Ausbildung bei dem Landschaftsmaler François Diday (1802-1877), mit finanzieller Unterstützung seines früheren Arbeitgebers, des Bankiers Diodati. 1834 gab er das kolorieren von Veduten für die touristische Bildproduktion auf, um sich ganz der Ölmalerei zuzuwenden, und bezog im gleichen Jahr ein eigenes Atelier. Calame stellte 1837 in Leipzig und 1839 auf dem Pariser Salon aus, wo er mit der zeitgenössischen französischen Malerei in Berührung kam. Zu diesem Zeitpunkt begann er Lithographien für den Pariser Kunsthändler Jean Durand-Ruel zu fertigen. In seinem neuen Genfer Atelier gehen jetzt wohlhabende Gönner, Aristokraten und Studenten aus ganz Europa ein und aus. Die Suche nach neuen Motiven führt ihn auf zahlreichen Reisen nach Frankreich, Deutschland und Holland. 1844 begibt er sich nach Rom und Neapel und bekommt Anschluss und Anregung von der ansässigen internationalen Malergemeinde.

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