Frederik Sødring

Frederik Sødring
(Aalborg 1809 - 1862 Hellerup)

Albechs schlafende Kinder, 1828

Bleistift und Feder laviert auf Papier, 14,6 x 18,5 cm
Bezeichnet und datiert unten rechts Albechs Born / d. 9 April Kl 9 af / 1828

Provenienz:
Benjamin Wolff (1790-1866), Lugt 420, Sammlungsprägestempel unten links

 

 

Frederik Sødring studierte ab 1825 an der Kopenhagener Akademie bei Jens Peter Møller (1783-1854). Maßgeblich formte ihn jedoch Johan Christian Claussen Dahl (1788-1852), den er 1833 in Norwegen auch persönlich kennenlernte. Sødring stellte 1828 erstmals im Palais Charlottenburg aus und zeigte zwei Gemälde, beide Kopien nach Dahl. Seine Sensibilisierung für die naturgetreue Lichtwiedergabe geht auf den Einfluss Christoffer Wilhelm Eckersbergs zurück, der zu jener Zeit die Kopenhagener Akademie wesentlich modernisierte. Auch sein Malerfreund Christen Købke (1810-1848), mit dem er später ein Atelier teilte, hatte Einfluss auf ihn. Bekannt ist Købkes Portrait von Sødring aus dem Jahr 1832.1 In den späten 1830er Jahren hielt er sich etwa vier Jahre in Deutschland auf und gelangte wie viele seiner dänischen Malerfreunde nach München und in das Alpenvorland, reiste aber auch mehrmals an den Rhein.2

Sødring zeichnete und malte gerne spontane Eindrücke, wie die intime lavierte Zeichnung vom 9. April 1828, darstellend die beiden während des Lesens eingenickten Knaben seines Freundes Albech.

 

 


1 Christen Købke, Der Maler Frederik Sødring, 1832, Öl auf Leinwand, 42,2, x 37,9 cm, Kopenhagen, Den Hirschsprungske Samling, Inv. Nr. 309.

2 Zu Sødring’ siehe: Vestergaard, Lilian, ‚Landskabsmaleren Frederik Sødring’, in Kunstmuseets Årsskrift 1977-1980, Kopenhagen 1981, S. 68.
Im Lichte Caspar David Friedrichs. Frühe Freilichtmalerei in Dänemark und Norddeutschland, Kat. Ausst. Hamburg, Hamburger Kunsthalle 2000, S. 206-209.

 

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