Louis Gurlitt

Louis Gurlitt (Altona 1812 - 1997 Naundorf bei Schmiedeberg)

Plein-air Studie einer Felsenschlucht bei Sorrent, 1843

Öl auf Papier, auf Leinwand, montiert auf Pappe, 39,6 x 25,6 cm

Provenienz:
Schwedische Privatsammlung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gurlitt fertigte diese plein-air Studie anlässlich seines ersten Italienaufenthaltes 1843-1847. Den Auftakt bildete die Hochzeitsreise des Ehepaares Gurlitt nach Neapel, mit einer Besichtigung der Stadt, der Besteigung des Vesuvs und einer Besichtigung Pompejis. Anschließend begaben sie sich nach Sorrent wo Gurlitt Zeit für erste Studien fand. Er war von der Naturschönheit Sorrents ebenso fasziniert wie es schon viele andere deutsche Maler vor ihm gewesen waren. Er versuchte die Örtlichkeiten und die wechselnden Lichtverhältnisse möglichst genau zu studieren und wiederzugeben. Der Vergleich der vorliegenden Studie mit dem später entstandenen Gemälde, welches sich im Flensburger Museum erhalten hat (siehe Abb.1), verdeutlicht die Spontanität der Skizze. Der Künstler bedient sich eines breiten Pinsels, das Detail weicht hinter die Wiedergabe der Atmosphäre, der unterschiedlichen Farbigkeit von Licht – und Schattenpartien, zurück. Die rötliche Grundierung bleibt an vielen Stellen unter dem schnell trocknenden, transparenten Farbauftrag sichtbar und ermöglicht dem Künstler eine zügige Bearbeitung der Naturstudie. In seinen Erinnerungen schreibt er: Die mir bis dahin noch fremde Natur überwältigte mich und ich setzte alles daran, ihr durch Fleiß und die gewissenhaftesten Studien beizukommen. Der Gedanke machte mir aber Sorge, ob meine Arbeiten so viel Erfolg haben würden, daß ich mit meiner Frau und wahrscheinlich auch mit Kindern in dem fremden Lande würde leben können.[2]

Gurlitt_Vgl

Abb.1 Felsenschlucht bei Sorrent, Museum Flensburg [1]


[1] Felsenschlucht bei Sorrent um 1843, Öl auf Leinwand, 47,5 x 34 cm, Museum Flensburg Inv. Nr. 23964.

[2] Vgl. Louis Gurlitt Portraits europäischer Landschaften in Gemälden und Zeichnungen, Schulte-Wülwer/ Wiese (Hrsg.)München 1998, S.67.

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